19 Nov 2014

Über 100 Teilnehmer beim Symposium „Resilienz und Bildung“

Über 100 Lehrer, Schulleiter und in der Bildung tätige Besucher haben am Mittwoch, dem 19. November 2014 am Symposium „Resilienz und Bildung“ der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen teilgenommen. Die eintägige Veranstaltung lud dazu ein, mit den Referenten darüber zu diskutieren, wie der Ort Schule für Lehrer und Schulleiter ein gesunder Arbeitsplatz sein kann.

Zur Eröffnung sprach Dr. Joachim Galuska, Gründer und Geschäftsführer der Heiligenfeld Kliniken über das Titelthema „Resilienz als Kompetenz der Zukunft“. Er verdeutlichte, dass die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und die Verletzlichkeit (Vulnerabilität) von Menschen zum Teil angeboren, zum Teil aber auch erworben seien. „Wenn die Stressoren des täglichen Lebens auf unsere seelischen Schutzmechanismen und unsere Risikofaktoren treffen, dann beeinflusst deren Verhältnis unsere Gefahr in einen Burnout-Prozess zu geraten“, so Galuska. „Deshalb ist es wichtig, dass wir die Schutzmechanismen, also unsere Resilienzfaktoren durch Gesundheitsförderung stärken und die Risikofaktoren, also unsere Verletzlichkeit durch Prävention reduzieren, um gesund zu bleiben“, erklärte er weiter.
Für Lehrer sei dies von zentraler Bedeutung.

Erfolgreiche Lehrer stellen sich äußerst belastbar, flexibel, anpassungsfähig, souverän und extrem ziel- und schülerorientiert den ständigen Turbulenzen des heutigen Schulalltags. Resilienz geht dabei über die individuelle Fähigkeit hinaus und schließe eine lebendige Schulkultur mit ein, so Galuska.

Im Anschluss stellte Dr. Gudrun Voggenreiter, Geschäftsführerin der Stiftung Bewusstseinswissenschaften die Initiative für ein Schulfach Gesundheit vor. Zusammen mit Vertretern aus Bildung, Wissenschaft und Forschung hat die Stiftung ein Konzept zur Einführung eines Schulfachs erarbeitet, das bereits die Schulkinder auf die Herausforderungen des Lebens vorbereitet und das Thema Gesundheit in den Fokus rückt.

Interaktion in Workshops
Am Ende des Vormittags konnten die Teilnehmer aus drei Workshop-Angeboten wählen, die sich am Nachmittag fortsetzten.

In dem Workshop „Selbststeuerung und Selbstführung“ von Peter Müller (Psychologe und Kreativtherapeut der Heiligenfeld Kliniken) ging es um die Entwicklung von Basis-Kompetenzen der Steuerung der Wahrnehmung, der Emotionen, des Denkens, des Handelns und des Kontakts sowie um Stress-Management.

Im Workshop „Die Kunst der Führung (in) einer Resilienz fördernden Schule“ mit Peter Herrmann (freiberuflicher Fach- und Prozessberater und Coach in Schulen und der Bildungsverwaltungen) bearbeiteten die Teilnehmer unter anderem die Frage: Wie kann sich Schule als ein Resilienz förderndes System weiter entwickeln? Außerdem wurde anhand von Fallbespielen aus der Praxis eines langjährigen Schulleiters nach der „Kunst der Führung“ gesucht.

Der dritte Workshop zum Thema „Gesundheitsorientierung für Schulen auf dem Weg zur Inklusion“ von Peter Uffelmann (Schulleitungscoach in Bayern) widmete sich den Gesundheitsgefährdungen von Lehrern durch Inklusion und Veränderungsprozessen im Allgemeinen und zeigte Möglichkeiten auf, wie Lehrer mit diesen Gefährdungen umgehen und sie zur Stärkung von Resilienz nutzbar machen können.