9 Feb 2015

Über 300 Teilnehmer beim Heiligenfelder Gespräch „Leben oder gelebt werden“

Am Mittwoch, dem 4. Februar 2015 hat das Heiligenfelder Gespräch zum Thema „Leben oder gelebt werden – Leben gestalten durch Versöhnung und Sinn“ in der Parkklinik Heiligenfeld stattgefunden. In seinem Vortrag zeigte Walter Kohl, Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl auf, wie man sein Leben auch in schwierigen Zeiten aktiv selbst gestaltet.

Der Vortrag wurde durch Anita Schmitt, Leiterin der Akademie Heiligenfeld, eröffnet. Sie begrüßte die zahlreich erschienenen Zuhörer mit den Worten: „Wer mich überzeugt, den möchte ich gerne noch mal hören“. Walter Kohl lies die über 300 Zuhörer authentisch und lebendig an seinem Leben teilhaben. In seiner existenziellen Lebenskrise 2002 entdeckte er für sich neue Kraft und inneren Frieden durch den Weg der Versöhnung. Seitdem ist es ihm ein Herzensanliegen andere Menschen auf ihrem Weg zu mehr Lebensfreude, zu einem mehr an selbst gestalteten Leben zu unterstützen, sagte er in seinem Vortrag. Insbesondere die Familiensituation, die ihn in der Vergangenheit sehr stark belastete, ist einer von Walter Kohls Wackersteinen. Dennoch hat er durch den Weg der Versöhnung mit der Vergangenheit, den er anschaulich in fünf Schritten beschrieb, inneren Frieden gefunden. Er ist davon überzeugt, wenn die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft ein harmonisches Miteinander bilden, werden wir glücklich und finden den inneren Frieden mit uns selbst. Die mitgebrachte, Holzskulptur „Felix“, die eigens für ihn angefertigte wurde, symbolisiert den Einklang dieser drei Zeitzonen. Der angeführte Ansatz leitet dazu an, schmerzliche Ereignisse der Vergangenheit zu reflektieren. Auf diese Weise soll neue Lebenskraft zum Bestreiten der Gegenwart und der Zukunft entstehen, umso sein Leben künftig selbst bestimmend zu gestalten. Jeder hat die Freiheit, seinen eigenen Lebensweg durch die Versöhnung mit der Vergangenheit neu festzulegen. In diesem Zusammenhang äußerte er auch, dass es sein Leben mit Sinn erfüllt, die Möglichkeit zu haben, neben seiner Managertätigkeit, Vorträge halten zu dürfen und seine Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen.

Am Ende des Vortrages bedankte sich Walter Kohl für das rege Interesse und gab an, dass er gerne nach Bad Kissingen kam, und bezeichnete die Stadt als: „die Welthauptstadt der Versöhnung“, denn hier in Bad Kissingen hielt er den ersten Workshop zum Thema Versöhnung und dies sei auch stets der Einstieg in den deutschlandweit gehaltenen Vorträgen, sagte er.