2 Jan 2018

CranioSacrale Therapie – Interview mit Ulrich Hesse

Im März 2018 startet in der Akademie Heiligenfeld zum ersten Mal die Weiterbildung „CranioSacrale Therapie“. Diese besteht aus einem Einführungskurs sowie den Leveln 1, 2 und 3.

Passend hierzu haben wir im folgenden ein Interview mit dem Leiter des Kurses, Ulrich Hesse geführt.

Herr Hesse, was hat Sie dazu veranlasst, diese Weiterbildung in der Akademie Heiligenfeld anzubieten?

Als ehemaliger therapeutischer Mitarbeiter der Heiligenfeld-Kliniken schätze ich den holistischen und spirituellen Ansatz des Heiligenfelder Konzeptes, das Körpertherapie, Psychotherapie und Meditation verbindet. Dies entspricht meiner Art, therapeutisch zu arbeiten und auszubilden. CranioSacrale Therapie verkörpert für mich, als osteopathisches Verfahren diesen Ansatz.

Was ist CranioSacrale Therapie?

CST ist eine äußerst sanfte, subtile und nichtinvasive Körpertherapie, die auf dem osteopathischen Ansatz der Cranialen Osteopathie aufbaut. Sie bezieht sich auf den sogenannten „CranioSacralen Rhythmus“, der durch Produktion und Resorption der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit entsteht und vom geübten Therapeuten am ganzen Körper erspürt werden kann. Das Hauptziel besteht darin, diesen Rhythmus wieder auszugleichen. Der Therapeut zeichnet sich durch sein Arbeiten aus der Stille und die Haltung der Absichtslosigkeit aus.

Was ist das Besondere an der CST?

Craniale Osteopathie arbeitet vor allem strukturell während CST sich auch auf emotionale Aspekte des Menschen bezieht und diesbezügliche Blockaden durch sogenannte „SomatoEmotionale Entspannung“ versucht zu lösen. Dieses Konzept wurde durch den amerikanischen Osteopathen John Upledger entwickelt. Die Weiterbildung orientiert sich an diesem Konzept.

Was wird in den vier Modulen vermittelt?

Hier würde ich Ihnen empfehlen, sich die ausführliche Seminarbeschreibung auf der Internetseite der Akademie Heiligenfeld anzuschauen.

Bei welchen Krankheitsbildern setzt man CST ein?

Zunächst ist CST ein exzellentes Entspannungsverfahren. Es stärkt die Selbstheilungskräfte und die Selbstwahrnehmung. Ausgezeichnet hat sich die Arbeit auch als ein Mittel der Wahl zur Traumaaufarbeitung. Des Weiteren u.a.: Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Kiefergelenksprobleme, alle stressbedingten Symptome, Fibromyalgie, Sehstörungen, Schwindel, Tinnitus und als Ergänzung zur Psychotherapie. Erdung und Boden finden. Ein Körpergefühl entwickeln.

An wen richtet sich die Weiterbildung?

Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure, Heilpraktiker, Osteopathen, Krankschwestern und Körpertherapeuten, die bereit sind, sich die anatomischen Grundlagen in Hausarbeit anzueignen.

Sind Vorkenntnisse notwendig, um diese Weiterbildung besuchen zu können?

Anatomische und physiologische Grundkenntnisse des Bewegungsapparates sowie des Nervensystems sind notwendig.

Am 17.01. wird Herr Hesse im Rahmen der Heiligenfelder Gespräche einen Vortrag zum Thema „Rhythmus und Berührung – CranioSacrale Therapie, eine sanfte Körpertherapie“ halten. Die Teilnahme ist für alle Interessenten kostenfrei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Homepage von Ulrich Hesse: www.nijesh.eu