11 Jul 2018

Meditationen für zwei – Interview zum Seminar mit Johannes Feuerbach

Anfang August startet das Seminar „Meditationen für zwei – Die Partnerschaft betrachten, pflegen und vertiefen“ unter der Leitung von Herrn Johannes Feuerbach.

Damit Sie als Leser einen Eindruck von diesem Paar-Seminar bekommen können, haben wir mit dem Seminarleiter ein kurzes Interview geführt:

 An wen richtet sich dieses Seminar und was erwartet die Teilnehmer?

„Es wird viel geredet, wenn der Tag lang ist.“ Dieses Sprichwort verweist auf die Beliebigkeit daher gesagter Worte. Auch das Gespräch mit dem Partner ist nicht frei von einem „Zuviel des Guten“. Oft haben Männer ein intuitives Wissen davon und ein Unbehagen vor dem „Wir müssen reden!“. Viele „Beziehungsgespräche“ werden „bis zum bitteren Ende“ geführt. Und das ist leider ein Unbehagen.

Im Seminar lernen die Teilnehmer ein Begegnungsritual kennen, das kurz, beziehungsstiftend und heilsam ist. Reden und Schweigen sind gleichberechtigt und die chronologische Zeit ist nachrangig. Kurze und achtsame Begegnungen sind in der Regel langen überlegen. Für ein gutes Gelingen braucht es gute und vereinbarte Bedingungen: Eine interessante Einladung, ein guter Ort, ein passende Distanz und eine ungestörte und eher kurze Zeitspanne sind ausgezeichnete Bedingungen für eine erfüllende Begegnung.

Manchmal sagt man nichts, weil man den Konflikt fürchtet. Manchmal sagt man etwas, weil man die Intimität der Stille fürchtet. Meistens weiß man, um welche Variante es sich handelt. Damit die Stille als dem Sprechen gleichberechtigt erlebt und genutzt werden kann, wird es auch Stille-Übungen geben. Wenn die Begegnung eine achtsame Qualität kultiviert, relativiert sie die Bedeutung der Worte und die Gefahr, sich daran festzuhalten.

Das Seminar richtet sich also zunächst einmal an Paare, die etwas für ihre Gesprächskultur tun möchten. Bei Interesse kann auch das ein und andere Partnerschaftsthema mit meiner Hilfe betrachtet werden.

Einzelne, die sich mit der Qualität ihrer Gespräche auseinandersetzen wollen und sich hierfür intensiven Begegnungen mit einer/einem Fremden öffnen wollen, sind ebenfalls willkommen. Hier können auf entferntere Art und Weise Themen der Gesprächs- und Beziehungsgestaltung reflektiert werden.

Welche Meditationsformen/-arten und Rituale werden die Paare kennenlernen?

Die Teilnehmenden lernen, still zu sitzen und das, was sich zeigt, gelten zu lassen. Damit kultivieren Sie die Möglichkeit, sich selbst und den Partner gelten zu lassen. Es wird Meditationen im Sitzen, im Gehen und auch stille Phasen beim achtsamen Genießen der Mahlzeiten geben. Zentral ist das Ritual der Paar-Kontemplation. Nimmt die kontemplative Qualität der Begegnung zu, nimmt die Streitqualität ab.

Welchen Paaren empfehlen Sie die Teilnahme an Ihrem Seminar?

Zunächst einmal allen Paaren, die keine Zeit für wesentliche Gespräche finden. Sie werden davon überrascht sein, dass wesentliche Begegnungen kaum Zeit brauchen. Ich empfehle das Seminar Paaren, die sich allzu oft im Gespräch „verheddern“ und sich in unbefriedigenden Gesprächsmustern wiederfinden und selbstverständlich allen Paaren, die das Miteinanderreden aufgegeben haben. Paare, in denen eine*r gerne viel und der/die andere gerne wenig spricht, werden durch die Ritualisierungen der Begegnungen und die gleichwertige Beachtung von verbalem Austausch und Stille entlastende Erfahrungen machen.

Weitere Informationen zum Seminar sowie ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen