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Digitalisierung – In Zeiten technologischer Vereinnahmung

Der technologische Wandel ist heute längst nichts Neues mehr. Tatsächlich ist er sogar einer der schnellsten Prozesse, der die Wirtschaft verändert und vorantreibt. Er betrifft jedoch auch die Gesellschaft und zeichnet sich durch moderne Technologien aus. Social-Media-Apps sowie Homeoffice, digitaler Hausunterricht und Einkaufen bequem von zuhause sind nur der Anfang eines historischen Abschnitts.

Fortschritt und Innovation, neue und erweiterte Bereiche, Perspektiven und Möglichkeiten blühen auf. Eigentlich ist die Digitalisierung schon gar nicht mehr wegzudenken und in nicht allzu ferner Zukunft wird sie alle Bereiche unseres Lebens beherrschen. Soweit sind sich Forscher zumindest sicher. Doch angesichts dieser Tatsache sollten uns einige Bedenken kommen.

Sind wir für so einen Wandel denn schon bereit?
Wie fühlen wir uns in einer neuen Daten-Welt?
Wie wollen wir mit dieser Situation umgehen?

Die Digitalisierung impliziert möglicherweise nicht nur Chancen. Im Zeitalter von künstlicher Intelligenz und selbstdenkenden Maschinen können Weltbilder verändert werden. Menschen fühlen sich womöglich nutzlos und zur selben Zeit überfordert. Vielleicht auch kontrolliert? Manipuliert?

Ist die Digitalisierung denn ein Eingriff in die menschliche Freiheit?
Wird es in der Zukunft den Menschen aus Fleisch und Blut überhaupt noch geben?

Das Streben nach Unsterblichkeit ist sehr gefährlich und wenn man bedenkt, dass Digitalisierung auch Veränderungen in unseren Keimbahnen und unserer Genetik ermöglicht, sind die Fragen doch berechtigt.

Auch der Gesichtspunkt der allbekannten Bequemlichkeit ist erwähnenswert. Es ist keine Frage, dass Technologie uns den Alltag erleichtert. Sie macht uns schneller und effektiver, teilweise sind wir bereits unwiderruflich auf sie angewiesen.

Aber ist sie vielleicht nur eine Möglichkeit, um faul zu sein?
Hören wir Menschen durch den technischen Fortschritt auf selber zu denken?
Geben wir dadurch nur Verantwortung ab?

Dies sind nur einige Denkanstöße aus einer sehr breiten Palette an Aspekten. Es gibt weitaus mehr Fragen hierzu, die bedacht und diskutiert werden sollten. Denn eine ausgiebige Auseinandersetzung mit diesem Thema ist sehr wichtig.

Die Digitalisierung ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen, damit wir sie aktiv mitgestalten können anstatt darin verloren zu gehen. Man sollte seine Identität wahren und dennoch persönlich wachsen können. Es ist notwendig, jede Annahme kritisch zu reflektieren. Letztendlich führen Faulheit und Desinteresse nur in ein „dunkles Nichts“, das uns gefangen hält.

 

Das Magazin evolve hat vom 31.01.2020 bis 02.02.2020 auf dem GLS Campus in Berlin seine erste „evolve LIVE!“ Konferenz genau zu diesem Thema veranstaltet.

Mehr interessante Impulse dazu finden Sie auf der Website des Magazins: https://www.evolve-magazin.de/evolve-live/konferenz2020/?fbclid=IwAR2szaxDiruQOYcPR0ZEncyTH09JUJNWRiWrYI_bkBIR7uM1VMkWf4dKtEs

Weitere Blogbeiträge zu diesem Thema: https://www.akademie-heiligenfeld.de/mensch-sein-in-einer-neuen-daten-welt/