Funktionelle_Entspannungsübung_Frau_Liegen_Entspannen

Funktionelle Entspannung als Körperpsychotherapie bei psychosomatischen Patienten – Interview mit der Referentin

Was versteht man unter dem Begriff „Funktionelle Entspannung“ und wie kann man diese erreichen?
Der Begriff der „Funktionellen Entspannung“ (Ursprung in den 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts, Begründerin: Marianne Fuchs) ist im heutigen Sprachgebrauch eher irreführend. Verständlicher wäre heute die Bezeichnung „Psychosomatische Selbstregulation“. Der Begriff der Funktion ist im Sinne von Funktionszusammenhänge (wie „funktionelle Störungen“) zu gebrauchen, wobei hier nicht nur die Funktionszusammenspiele im Inneren des Körpers gemeint sind, sondern auch deren Wechselwirkungen mit der Außenwelt. Der Entspannungsbegriff meint am Treffendsten „Wohlspannung“.

Es ist ein altes Wissen, dass vor allem feine Bewegungen an Gelenken und gelenkartigen Verbindungen den Gesamttonus im Körper positiv beeinflussen können. Dieses Wissen nutzt die Methode und so werden zahlreiche Angebote gegeben, an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers feinspürige eher kleine Bewegungen zu gestalten. Meist wird die Bewegungssequenz mit der Ausatmung koordiniert. In besonderer Präzision wird die Körperwahrnehmung geschult,  sodass körperliche Impulse schneller bewußt werden können und Spielräume für aktive Selbstregulation (auch Selbstsorge) genutzt werden. Emotionales kann sich begleitend mitregulieren. Wenn uns z.B. Stress körperlich zusammenzieht, können wir uns mitregierend entlasten.

 

Was können die Teilnehmer in diesem Seminar lernen?

  • Selbstsorge
  • Kompetenter Umgang mit Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomenen im therapeutischen Setting
  • Eine therapeutische Haltung die mit Deutungen zurückhaltend ist (Denkursprung der Methode im Zeitgeist der Phänomenologie, „selbstfindendes Lernen“)
  • Angstzustände und Dissoziationen körperlich-emotional besser verstehen lernen und Interventionsmöglichkeiten haben, um Auflösungen eine Chance zu geben

 

An welche Zielgruppe richtet sich die Veranstaltung?
Ärzte und Ärztinnen, Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen, Psychologen und Psychologinnen, Menschen die in heilenden Berufen arbeiten, aber auch Pädagogen und Pädagoginnen, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen, sowie Menschen in beratenden Berufen (Coaching).

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.