Symposium_Familientherapie_Familie_glücklich (groß)

Digitaler Stress bei Kindern und Jugendlichen

Vom 09.04.21 – 10.04.21 findet das Familientherapie Symposium in der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen statt.
An diesen zwei Tagen wollen wir Ihnen sowohl vor Ort als auch online eine Vielfalt an Vorträgen, Workshops und Raum für Austausch anbieten, in denen Impulse für individuelle Ansätze im Bereich der Familientherapie für Ärzt*innen und Therapeut*innen sowie fachlich Interessierte gegeben werden.

Um Ihnen interessante Einblicke vorab zu geben, haben wir eine kleine Interview-Reihe mit Referenten des Familiensymposiums 2021 vorbereitet.
Im folgenden Interview gibt uns Tamara Scholze, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Würzburg, einige Eindrücke in ihre Arbeit.

 

Was dürfen die Zuhörer/Teilnehmer Ihres Vortrags/Workshops erwarten?

Das Ziel des Workshops ist es, ein besseres Verständnis von digitalem Stress zu gewinnen. Dabei werden wir zu Beginn den Fragen nachgehen, was digitaler Stress ist und wie er entsteht. Im Verlauf des Workshops sollen die Teilnehmer für die Thematik sensibilisiert werden. Es wird auf Studienergebnisse eingegangen, was digitaler Stress für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche bedeutet. Außerdem soll im Workshop beleuchtet werden, welche Techniken im Umgang mit digitalem Stress in Studien empfohlen werden und helfen können.

Wo liegt der Schwerpunkt in Ihrer täglichen Arbeit und wie lange beschäftigen Sie sich bereits mit digitalem Stress bei Kindern und Jugendlichen?

Ich beschäftige mich seit Sommer 2019 im Rahmen meiner Dissertation und des Forschungsverbunds ForDigitHealth mit der Thematik. Mein Schwerpunkt liegt aktuell darin anhand der aktuellen Studienlage zu untersuchen, wie sich digitaler Stress bei Kindern und Jugendlichen auswirkt und welche Fähigkeiten innerhalb einer Person digitalen Stress vorhersagen.

Was würden Sie als erstes verändern, um eine Erleichterung von digitalem Stress zu erwirken?

Das kann man leider so pauschal nicht sagen. Es gibt viele Empfehlungen, die Studien liefern, wie zum Beispiel keine Push-Benachrichtigungen zu bekommen oder in der Freizeit das Arbeitshandy nicht dabei zu haben. Da muss jeder selbst schauen, was stresst einen und bin ich bereit es zu ändern. Ich selbst habe mir zum Beispiel mittlerweile Zeitlimits für bestimmte Apps gesetzt, damit man nicht gedankenverloren, sondern bewusst die Zeit darin investiert.

Was ist eine wichtige Erkenntnis aus Ihrer bisherigen Arbeit mit digitalem Stress?

Dass digitale Technologien und Medien, die uns im Alltag helfen und näherbringen sollen, ebenfalls negative Folgen auf die Gesundheit haben können. So kann zum Beispiel digitaler Stress bei der Arbeit als Langzeitfolge Burnout oder Depressionen verursachen.

Welche Vision haben Sie für die Zukunft für digitalen Stress?

Durch die Vielzahl an Forschungen hoffe ich, dass wir lernen, wie wir mit digitalem Stress umgehen können, so dass Langzeitfolgen von digitalem Stress wie Burnout oder Depressionen, geringer werden.

 

Weitere Informationen, eine Podcast-Aufnahme zum Symposium sowie eine Anmeldemöglichkeit zum Symposium Familientherapie erhalten Sie hier.

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