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Süßes Nichtstun – Faulenzen ist gesund

Gerade geht durch die Medien: Faulenzen kann Leben retten. „Stay at home – save lives“ ist im Moment der einzige Weg, um unser Gesundheitssystem aufgrund der Pandemie nicht zu überlasten.

Für viele Menschen ist das aber nicht alltäglich, sich auszuruhen, zu faulenzen. Sie sind es nicht gewohnt, in den eigenen vier Wänden zu bleiben und nichts zu tun. Vollbeschäftigung, ob beruflicher Termindruck oder Freizeitstress gehören zur Normalität. Der Körper verlernt, zu entspannen, Leerlauf und Alleinsein führt zur Unruhe. Umso wichtiger ist es, Faulenzen zu üben.

Zu viel Stress ist ungesund
Unter Stress schüttet der Körper vermehrt Adrenalin und Cortisol aus. Diese Botenstoffe lassen das Herz schneller schlagen und erhöhen den Blutdruck. Ein natürlicher Vorgang, der uns hilft, Stresssituationen zu bewältigen. Bei andauerndem Stress kommt der Körper jedoch nicht zur Ruhe. Durch den erhöhten Verbrauch an Energie entwickeln manche Menschen Fressattacken und die Betroffenen klagen über Kopfschmerzen, unruhigen Schlaf, Rückenprobleme, Gereiztheit und sind anfällig für Infekte.

Faulenzen ist gesund
Faulenzen wird oft gleichgesetzt mit Faulheit, Trägheit oder dass sich jemand weigert, etwas zu erledigen. Positive Bezeichnungen wie „sich eine Auszeit nehmen“, „Müßiggang“ oder „Entschleunigung“ finden aber eine immer größere Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Bereits die römischen Philosophen kannten den Begriff des Müßiggangs schon und sie nannten ihn „Schwester der Freiheit“.  Beim Faulenzen kommt es nicht darauf an, was man tut, sondern was einem guttut und einen entspannt.

Faulenzen kann man lernen
Ohne schlechtes Gewissen zu entspannen fällt vielen Menschen schwer. Die gute Nachricht: man kann es lernen.

Hier einige Tipps von uns:

  • Schreiben Sie auf, was Sie beschäftigt oder was Sie erledigen müssen und legen Sie den Zettel dann auf einen Stapel außer Reichweite. Sollten es berufliche Dinge sein, an die Sie dann auf Arbeit denken müssen, schreiben Sie sich eine E-Mail auf die Arbeit, denn dort gehört es hin.
  • Priorisieren Sie Ihre To Do‘s. Auch wenn vieles im ersten Moment als wichtig und dringend gesehen wird, muss nicht alles sofort erledigt werden und manchmal sind Sie auch nicht dafür verantwortlich oder können es nicht selbst beeinflussen.
  • Zwingen Sie sich, sich auf das zu konzentrieren, was Sie gerade tun. Alles gleichzeitig in einer Stresssituation zu tun, bedeutet, sich nicht zu fokussieren. Dann treten Fehler auf und noch mehr Energie wird verbraucht.
  • Definieren Sie für sich Zeiten, in denen Sie – falls notwendig – E-Mails abrufen und die sozialen Netzwerke bedienen und gönnen Sie sich eine freie Zeit fern von Handy und Computer.
  • Lernen Sie, sich zu genügen und zu schätzen. Das heißt, üben Sie das Alleinsein, die Ruhe mit sich selbst. Schalten Sie die Berieselung nebenbei, ob durch Fernseher, Handy oder Radio, aus und hören Sie beim Spaziergang auf die Geräusche der Natur ohne die neueste Playlist auf Ihrem Handy.
  • Techniken zur Entspannung können auch Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Meditation oder Achtsamkeitsübungen sein. Das kennen Sie noch nicht oder möchten es in der Praxis lernen? Die Akademie bietet verschiedene Kurse hierfür an.

Funktionelle Entspannung als Körperpsychotherapie bei psychosomatischen Patienten
03.07.20 bis 05.07.20 mit Dr. Monika Leye

Seminarfestival: Eintauchen in Yoga, Taketina, Waldbaden und Kunst
04.09. bis 06.09.2020 mit Bina Baum, Hakima Karin Gote, Cettina Franchella und Petra Mann

Grundkurs Mitfühlende Achtsamkeit
26.09. bis 18.10.2020 mit Cristina Pohribneac

Informationen zu diesen und vielen weiteren interessanten Kursangeboten finden Sie unserer Internetseite.

Gehen Sie leichter, gelassener, ausgeglichener durch‘s Leben. Faulenzen könnte ein erster Schritt auf dem Weg sein.