Tango - achtsames Spiel zu zweit (auch ohne Tanzpartner!)

Tango – achtsames Spiel zu zweit – Interview mit den Referentinnen

An dem Wochenende vom 25.09.20 – 27.09.20 findet unter der Leitung der Referentinnen Christa Eichelbauer und Annette Faisst das Seminar „Tango – achtsames Spiel zu zweit“ in der Akademie Heiligenfeld statt. Das Seminar ist auch ohne Tanzpartner oder Tanzerfahrung möglich.

Im folgenden Interview haben die Referentinnen uns einige Fragen zum Kurs beantwortet.

1. An welche Zielgruppe richtet sich dieses Seminar?

Jeder, der neugierig auf Tango ist und darauf, sich selbst mit Hilfe des Tango ein wenig auf die Spur zu kommen, kann am Seminar teilnehmen. Einen Partner oder eine Partnerin braucht man dazu nicht – es sind Paare und Einzelanmeldungen gleichermaßen willkommen. Im Seminar werden die Teilnehmer eingeladen, Rollen und Partner immer wieder zu wechseln, so dass Erfahrungen aus vielfältigen Perspektiven möglich werden können. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Sowohl Neulinge als auch erfahrene Tänzer bestätigen immer wieder, dass sie von unserem Ansatz profitieren. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Sofern gesundheitliche Einschränkungen bestehen, empfiehlt sich eine Rücksprache mit uns.

 

2. Im Ausschreibungstext schreiben Sie von „Selbst- und Fremdwahrnehmung im Dialog“ was kann man sich darunter vorstellen?

Tango ist bewegte Begegnung und getanzte Beziehung und Kommunikation. Was wir an inneren Mustern in uns tragen, kommt auch beim Tango unwillkürlich „aufs Parkett“. Da die Erfahrung auf der Ebene des Körpers stattfindet, die zum Teil immer auch unbewusst ist, können dort Verbindungen entstehen, anhand derer uns plötzlich etwas über uns selbst klar wird – oder auch über unsere Reaktion auf andere und deren individuelles Kontaktangebot.

Hier setzen wir an: Wir versuchen, uns unserer Reaktionsneigungen und inneren Muster bewusster zu werden: Indem wir mit der Übung am Tango auch Achtsamkeitsübungen und Meditation verbinden, und zwar direkt im Moment des Miteinanders, im Moment des Tanzens und der bewegten Interaktion. Wir fokussieren den „Blick nach Innen“: Welche Emotionen, Gedanken, körperliche Impulse oder innere Bilder bewegen die Wahrnehmung im Moment des „getanzten Dialogs“? Diese Wahrnehmungen können sich auf uns selbst (Selbstwahrnehmung) oder auf das Gegenüber beziehen (Fremdwahrnehmung), mit dem wir uns im „getanzten Dialog“ bewegen. Der Austausch mit dem jeweiligen Übungspartner bringt manchmal erhellende Erkenntnisse.

Wir bekommen oft Rückmeldungen von Teilnehmern über „Aha-Erlebnisse“, weil sie plötzlich im getanzten Dialog etwas über sich verstanden haben. Ein Teilnehmer sagte einmal: „An diesem einen Wochenende mit Tango wird mir mehr bewusst über mich, als in einem ganzen Jahr Therapie“.

Um welche Muster es geht und was genau an Erfahrung möglich ist, ist höchst individuell und hat auch damit zu tun, wie sehr jemand schon geübt ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

 

3. Was können die Teilnehmer aus diesem Kurs mitnehmen? 

Wir üben an einfachen Elementen aus dem Tango – begleitet von Achtsamkeitsübungen und auch Meditationen im Sitzen und im Gehen. Gesprochene Impulse lenken den Blick auf Beziehungsmuster, auf uns selbst oder unser Miteinander. Es geht ausdrücklich nicht primär um das Erlernen von Tanzschritten.

Zentral ist die Einübung und Vertiefung einer Haltung liebevoller Aufmerksamkeit, von Klarheit und Präsenz – dürfen wir sagen „von Liebe“ ? Nicht nur bei der Meditation allein auf einem Kissen, sondern mitten in der direkten Interaktion. Der Tango ist ein wunderbarer Übungsweg dafür. Dabei versucht die folgende Person, möglichst empfänglich zu sein für die Signale des Partners – voller Konzentration und doch entspannt und flexibel. Die führende Person bemüht sich um Klarheit und vorausschauende Führung. Sie nimmt empathisch wahr, ob ihre Signale aufgenommen wurden. Diese innere Haltung von Achtsamkeit und Bezogenheit ist schon auf frühestem Anfängerniveau ein zentrales Element. Daneben kommen beim Tango unsere Beziehungsmuster unmittelbar aufs Parkett. Inneres und Äußeres sind untrennbar miteinander verbunden. Im Tango können wir unseren Beziehungsmustern auf die Spur kommen und uns darin weiterentwickeln. Das bleibt nicht ohne Wirkung auf unseren Alltag. Mit der Übung am Tango können wir durchlässiger zu werden für die Energie von Liebe, die durch unser Leben fließen und unser Miteinander beleben will.

Ziel ist, mithilfe des Tango einen Zugang zu verinnerlichten Beziehungsmustern zu finden und im Umgang damit eine Haltung liebevoller Präsenz und Achtsamkeit im Kontakt zu vertiefen.

Weitere Informationen und die Anmeldung zum Seminar findest du hier.

Natürlich werden alle vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, damit Sie Ihren Aufenthalt bei uns genießen können und Ihre Gesundheit geschützt ist. Alle Informationen zu unserem Hygieneschutzkonzept finden Sie in unserem Blogbeitrag.

Damit Sie in diesen unsicheren Zeiten mehr Planungssicherheit haben, haben wir auch unsere BUCHUNGSBEDINGUNGEN angepasst!

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