Umgang mit traumatischen Belastungen - Werkzeuge für Spezialisten - Hilfen für Engagierte

Datum/Zeit
Termin: 06.10.18 - 07.10.18
Uhrzeit: 09:30 - 15:00

Umgang mit traumatischen Belastungen - Werkzeuge für Spezialisten - Hilfen für Engagierte

Umgang mit traumatischen Belastungen - Werkzeuge für Spezialisten - Hilfen für Engagierte

Der „Regensburger Weg“ steht für Traumatherapie mit Flüchtlingskindern als Gruppenkonzept, unter Einbeziehung von Laienhelfern in co-therapeutischer Funktion = TraumaHelfer. Unter TraumaHelfern verstehen wir Fachkräfte, die keine psychotherapeutische Qualifikation haben, aber im pädagogischen und pflegerischen Kontext mit den Kindern in Bezug stehen.

Sie lernen die wichtigsten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse rund um das Thema Traumatisierung und Traumatherapie kennen und vermitteln, um alle Beteiligten motiviert ins Boot holen zu können. Der zweitägige Workshop gibt Anregungen für die Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, auch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Wir setzen dabei auf gut beforschte, den jeweiligen Heimatkulturen nahe nonverbale Selbststabilisierungstechniken, unter anderem mit bilateraler Stimulierung, die Hyperarousals oder Dissoziationen regulieren helfen. Gleichzeitig unterstützen wir unser eigenes professionelles Handeln, denn was unseren Schützlingen hilft, funktioniert natürlich auch bei uns selbst. Unser Setting erlaubt ein psychotherapeutisches „Reprocessing“, also eine „Wiederaufbereitung“ des traumatischen Geschehens, das z.B. mit EMDR  gut belegt ist, jedoch möglichst ohne die Notwendigkeit der sprachlichen Vermittlung eines Dolmetschers kreativer Medien wie Sandspiel, Kunst und Bibliotherapie. Im Kern handelt es sich um die Essenz der derzeit effektivsten, hauptsächlich verhaltenstherapeutischen Traumainterventionen. Um die psychotherapeutische  Schlagkraft zu erhöhen, setzen wir auf den Einsatz geschulter TraumHelfer die den Psychotherapeuten in der Gruppensitzung unterstützen. Sie vermitteln stabile Präsenz sowie die in der Traumatherapie notwendige Zeugenschaft und sie leiten - wenn notwendig - die Selbststabilisierungsübungen an.

 

Gezeigt werden in dem Seminar neben der Psychotraumatologie und Neurophysiologie die praktische Umsetzung des Gruppentherapiekonzeptes „Der Regensburger Weg“ mit allen Interventionstechniken der Psychotherapie und Stabilisierungsmöglichkeiten unter Zuhilfenahme videodokumentierter Gruppensitzungen, um einen Eindruck der Arbeit zu vermitteln, die gerne auch kontrovers diskutiert werden kann. Außerdem vermitteln wir Ihnen kulturspezifische „know hows“ der Flüchtlingsnationalitäten. Bisher wurden 600 TraumaHelfer bundesweit ausgebildet, sind bereits in 8 Bundesländern unterwegs und international in Indien, Palästina und Südamerika.

 

Der Kurs kann auf die Fachkunde Kinderpsychotherapie für Psychotherapie-Fachärzte nach dem DGPM Kurrikulum angerechnet werden.

Zielgruppe:
Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und andere Fachkräfte, die mit traumatisierten Menschen arbeiten

Anerkennung:
Fortbildungspunkte werden bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt.

Fortbildungsstruktur:
Die Fortbildung umfasst 16 Unterrichtseinheiten. Beginn: Sa. 09:30 Uhr, Ende: So. 15:00 Uhr


Preis:
– Standard 275,00 EUR inkl. 19% MwSt.


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Referenten:

Foto Prof. Dr. Thomas Loew

Prof. Dr. Thomas Loew

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Foto Beate Leinberger

Beate Leinberger

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Veranstaltungsort
Akademie Heiligenfeld

Kategorien

  • MEDIZINISCHE-Akademie
  • Psychotherapie / Psychosomatik

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