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Interview mit Albert Pietzko: Gründungsfeeling – 15 Jahre Akademie

Vor 15 Jahren wurde die Akademie Heiligenfeld als Tochterunternehmen der Heiligenfeld Kliniken gegründet. Dr. Joachim Galuska und Fritz Lang waren Geschäftsführer und Albert Pietzko leitetet die Akademie. Anita Schmitt führte ein Interview mit Albert Pietzko.

Anita Schmitt: Albert, du warst der erste Leiter der Akademie. Was war der Beweggrund eine Akademie zu gründen?
Albert Pietzko: Dr. Joachim Galuska und ich planten einen Heiligenfelder Kongress zum Thema „Spirituelle und transpersonale Dimensionen der Psychotherapie“ für Mai 2002. Dafür wollten wir eine rechtliche und wirtschaftliche Grundlage mit der Gründung der GmbH schaffen.

Was ist dir aus den ersten Monaten in Erinnerung geblieben?
Der Kongress vom 30. Mai bis 2. Juni 2002 fand mit ca. 1000 Teilnehmern ein unerwartet hohes Interesse. Wir hatten eine große Idee mit relativ kleinem Know-How umgesetzt. Improvisationstalent war gefragt. So habe ich nachts um zwei Uhr nach dem Bandabend für 1000 Personen Stühle im Max-Littmann-Saal für den nächsten Vortragstag gestellt. Es war eine Versäumnis in der Vorplanung. Der Zauber des Anfangs war geprägt von Unkoordiniertheit und Unstrukturiertheit, aber auch Tatkraft und Flexibilität.

Mitte des Jahres 2002 entstand das erste Programm mit Seminaren und Fortbildungen für das Jahr 2002/2003. Was waren die Themen und wer waren die Referenten?
Von den Teilnehmern des Kongresses 2002 wurden besonders die hervorragenden Vorträge und die Vielfalt der meist erlebnisorientierten Seminare betont. Einige Workshopreferenten des Kongresses konnten wir für Fortbildungsseminare gewinnen und daraus entstand ein Programm zum Beispiel mit Monika Rosenkranz, Malou Morgana, Dr. Karl Adamek, Michael Plesse , Gabrielle St. Clair, Dr. Baerbel Wardetzki. Themen waren Kränkungen, TaKeTiNa, Einführung in die Orgodynamik.

Wie ging es dann 2003/2004 weiter?
Wir starteten mit ca. 40 Seminaren und Fortbildungen im Jahr 2002. Es dauerte ca. drei Jahre bis die Akademie Heiligenfeld als Bildungseinrichtung wahrgenommen wurde. War noch im Jahr 2002/2003 der Focus auf der Psychotherapie und Transpersonalen Psychotherapie gelegen, erweiterten wir 2003/2004 das Seminarprogramm um Seminare, die die Menschen im Berufsleben, in seiner Führungsposition und in der Frage nach der beruflichen Identität unterstützen. Es entstanden Seminare im Bereich Selbsterfahrung. Parallel dazu gab es schon seit 2001 die Seminarreihe „Heiligenfelder Wochenenden“, welche sich an ehemalige Patienten und Interessierte richtete.

2003 fanden der Heiligenfelder Kongress erstmals nicht mehr in Bad Kissingen, sondern im Congress Centrum in Würzburg statt.
Ja, das stimmt. Der Regentenbau wurde umgebaut und wir mussten uns nach einem anderen Ort umschauen. Würzburg mit dem großen Congress Centrum bot sich an. Im November 2003 luden wir zum internationalen Kongress „Die spirituelle Dimension im wirtschaftlichen Handeln“ ein. Der große logistische Aufwand ist mir heute noch in Erinnerung.

2006 wurden knapp 80 Seminare und Fortbildungen aus den Bereichen Transpersonale Psychotherapie und Spiritualität, Kreativität-Selbsterfahrung, Berufliche Entwicklung, einige mehrmodulige Fort- und Weiterbildungen und Ferienseminare auf Mallorca sowie 20 Heiligenfelder Wochenenden angeboten. Zudem gab es zwei Kongresse, einen Wirtschaftskongress und einen Psychotherapiekongress. Was ist dir von diesem Jahr in Erinnerung geblieben?
Es war ein besonderes Jahr voller Tatendrang, Ideen, Dynamik. Vieles entstand mit viel Lebendigkeit. Gleichzeitig übergab ich am 1. Oktober die Leitung der Akademie an Frau Brigitte Wettengel. Mein Aufgabengebiet in Heiligenfeld veränderte sich. Zusammen mit Dr. Joachim Galuska konzipierte ich weiter die Kongresse und übernahm in der Unternehmensgruppe Heiligenfeld strategische Aufgaben in der Unternehmensentwicklung. Bis heute ist die Akademie noch ein „Kind“ von mir und ich freue mich über die positive Entwicklung der Bildungseinrichtung in den letzten Jahren und gratuliere herzlich zum15jährigen Bestehen.