2673010_cms2image-frame-454x300_1pBVLt_7IFUBj

Nachbericht zur Fortbildung Hochsensibilität

Vor Kurzem startete in der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen die Fortbildung Hochsensibilität. Die Qualifikation, die sich an Ärzte, Psychologen, Therapeuten sowie Menschen in sozialen und beratenden Berufen richtet, besteht aus drei Modulen über jeweils zwei Tage. Modul 1, das am 11. und 12. August unter der Leitung von Dr. Cristina Pohribneac, Chefärztin der Parkklinik Heiligenfeld, und Bina Baum, Kreativtherapeutin in der Parkklinik Heiligenfeld, stattfand, behandelte grundsätzliche Aspekte der Hochsensibilität.

So ist Hochsensibilität keine Krankheit, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal. Schätzungen zufolge sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung hochsensibel. Zudem beleuchtete Modul 1 die Persönlichkeit hochsensibler Personen (HSP). Hochsensible sind emotional stärker berührbar und fühlen intensiver. Außerdem verfügen sie über ein hohes Einfühlungsvermögen (Empathie) und können spüren, was andere Menschen fühlen und was sie brauchen. Pohribneac und Baum gingen zudem auf die Stärken und Schwächen hochsensibler Personen sowie deren Umgang mit Stress bzw. Resilienzverhalten ein.

Im Vergleich zu normalsensiblen Menschen liegt die Reizschwelle der HSP tiefer und kann schneller zu Reizüberflutung führen, wenn nicht genug Zeit und innere Bereitschaft für die Verarbeitung und Integration der Reize zur Verfügung steht. Die Menschen „verbrennen“ und in dieser Zeit kann sich ein Burnout, eine Depression, eine Panik- oder Angststörung oder auch eine psychosomatischen Schmerzstörungen entwickeln. Von der Überforderung in die Kraft – war daher ebenfalls Bestandteil dieses Moduls, ebenso wie es HSP gelingt, sich besser abzugrenzen. Praktische Übungen trugen im Modul 1 dazu bei, das Erlernte besser zu verstehen. So wurden die Teilnehmer neben der Wahrnehmung und dem Filtern von Reizen auch in Erdung und Zentrierung geschult.

Teilnehmer  bringen ihren Eindruck zur Fortbildung Hochsensibilität nach dem ersten Modul auf den Punkt: „Licht und Schattenseiten einer Fähigkeit“, „Die Vollkommenheit ahnend ersehnen, die Unvollkommenheit liebend annehmen – und den Schmerz umarmen. Dann in allen die Vollkommenheit erkennen, die schon immer da war.“, „Mein Vertrauen in mein Körpergefühl ist gewachsen“, „Dem Rosenduft folgen“, „Ein Stück weit mehr bei mir „zu Hause“ ankommen. Methoden hilfreich für eigene therapeutische Arbeit“, „Das Seminar war für mich ein Anfang einer Reise zu mir selbst!“

Das nächste Modul findet am 1. und 2. Dezember 2017 statt. Im zweiten Block steht die Biografie von HSP im Fokus.  Nur wer diese kennt, kann Veränderungen vornehmen. Auch Modul 2 steht wieder unter der Leitung von Dr. Cristina Pohribneac und Lara Pietzko.

Die Akademie Heiligenfeld wird für diese Weiterbildung Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer Bayern beantragen, die auch für das ärztliche Fortbildungszertifikat anerkannt werden.

Weitere Informationen zur Fortbildung Hochsensibilität erhalten Sie unter

https://akademie-heiligenfeld.de/seminar/hochsensibilitaet/

Tanja Dihn, Pressereferentin der Heiligenfeld GmbH