Faszientraining: Das emotionale Organ und das myofasziale Beckenschmerzsyndrom

Faszientraining: Das emotionale Organ und das myofasziale Beckenschmerzsyndrom

Datum/Zeit
Termin: 26.11.22 - 27.11.22
Uhrzeit: 09:00 - 16:00

Faszientraining: Das emotionale Organ und das myofasziale Beckenschmerzsyndrom

Faszientraining: Das emotionale Organ und das myofasziale Beckenschmerzsyndrom

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Faszien benötigen mechanische Belastung, um belastbar, elastisch und geschmeidig zu sein. Für eine erfolgreiche Schmerztherapie genügt die rein strukturelle Herangehensweise jedoch häufig nicht aus.  Bei chronischen myofaszialen Schmerzzuständen spielt die Interozeption - die Innenwahrnehmung - eine bedeutende Rolle. Hochspannend, was die aktuelle Faszienforschung diesbezüglich beiträgt, denn die Interozeption wird maßgeblich über die faszialen Rezeptoren im kollagenen Netzwerk gesteuert. Psychischen Belastungen wie Stress und Trauma führen zu einer Entzündungskaskade innerhalb der Kollagengewebe.  Zudem ist seit einigen Jahren mehr über die komplexe Verbindung zwischen Faszien und dem vegetativen Nervensystem bekannt. Als Schnittstelle zur emotionalen Befindlichkeit, verbunden mit pathologischen Veränderungen der Gewebearchitektur und Schmerzwahrnehmung. In dieser Weiterbildung geht es speziell um das chronische Beckenschmerzsyndrom und einen auf die Komplexität der Thematik abgestimmten integrativen Therapieansatz. Zum einen kommen relevante Aspekte aus dem Faszientraining zur Anwendung, die lokal und weiträumig die Fehlspannung im kleinen Becken lösen. Zum anderen geht es um therapeutische Interventionen, die über eine achtsamkeitsbasierte Interozeptionssteuerung eine gesunde Stressverarbeitung und Schmerzreduktion nachhaltig fördern.

Theorie:
Die sensorische Innervation der Faszien. Differenzierung zwischen Propriozeption und Interozeption
Sensitivität, neurophysiologische Auswirkungen und Stimulation der jeweiligen Rezeptoren 
Wechselwirkungen zwischen Faszienspannung, autonomen Nervensystem und emotionalem Stress
Faszien und Interozeption: Einfluss von viszeralen und subkutanen Mechanorezeptoren auf das Körperbild 
Psychoemotionale Auswirkungen von traumatischen Erlebnissen und Faszien als Schmerzauslöser 
Myofasziales Beckenschmerzsyndrom bei Mann und Frau. Ursachen, Hintergründe und medizinischer Ansatz
Die Bedeutung der somatischen Marker und der faszial gesteuerten Wahrnehmung
Die polyvagale Theorie nach Prof. Stephen Porges und Implikationen für die therapeutische Praxis
Körperorientierte Interventionen der posttraumatischen Belastungsstörung nach Dr. Peter Levine

Praxis:
Spezifische Stimulierung der jeweiligen Mechanorezeptoren über Bewegung
Fasziale Dehnungen mit Hinblick auf deren anti inflammatorische Wirkung, Rehydration und Regeneration
Werkzeuggestützte Selbstbehandlungstechniken zum Lösen von faszialen Kontrakturen im kleinen Becken
Positional Release Techniken als nicht invasive Intervention mit dem autonomen Nervensystem
Vagus Training über Atem, Bewegung und interozeptiv gesteuerte Stimulation
Ressourcenorientierte therapeutische Begleitung über das ‚Tracking’ der somatischen Marker
Achtsamkeitsbasierte Meditationen, geführte Entspannungsübungen und Neuroimagination

Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer*innen Zugang zu einem Webinar mit Dr. Robert Schleip.
Zur Nachbereitung erhalten die Teilnehmer*innen Video Mitschnitte der praktischen Einheiten mit Divo G. Müller.

Zielgruppe: Diese Weiterbildung richtet sich an Bewegungstrainer*innen, Physio- und Körpertherapeut*innen.

Struktur:
Die Fortbildung umfasst 14 Unterrichtseinheiten.
Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr 
Samstag von 09:00 bis 16:00 Uhr



Preis:
275 € Kurs + 70 € Tagungspauschale 345,00 EUR.


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Referenten:

Foto Divo G. Müller

Divo G. Müller

Details

Veranstaltungsort
Akademie Heiligenfeld

Kategorien

  • MEDIZINISCHE-Akademie
  • Medizin

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