Symposium Lebendige Hochsensibilität - Die Kraft der Hochsensibilität in Zeiten der Krise und des Wandels

Symposium Lebendige Hochsensibilität - Die Kraft der Hochsensibilität in Zeiten der Krise und des Wandels

Datum/Zeit
Termin: 02.09.22 - 03.09.22
Uhrzeit: 10:30 - 16:00

Symposium Lebendige Hochsensibilität - Die Kraft der Hochsensibilität in Zeiten der Krise und des Wandels

Symposium Lebendige Hochsensibilität - Die Kraft der Hochsensibilität in Zeiten der Krise und des Wandels

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In Zeiten schwerer krisenhafter Herausforderungen und rasanter gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Veränderungen, zum Beispiel aufgrund des digitalen Wandels, wird unser Anpassungsvermögen sehr beansprucht. Wie vulnerabel sind wir? Stehen uns genug Ressourcen und Coping-Mechanismen zur Verfügung, um zu bestehen? 
Feine Wahrnehmung, innerseelische Verarbeitung, emotionale und kognitive Kapazitäten, Vorstellungsvermögen, Phantasie und Kreativität, Altruismus und Verantwortungsübernahme zeichnen hochsensible Persönlichkeiten aus. Ihre Möglichkeiten zur Kommunikation und ihre Nähe und Verbundenheit mit allem können HSP der Welt zur Verfügung stellen.  Belastungen können sie ertragen bzw. bewältigen, indem sie sich selbst oder die „Außenwelt“ anpassen und nützliche Kompensationen ermöglichen. „Veränderungskrisen“ können zu neuen Entwicklungsstufen, „Traumatische Krisen“ zu posttraumatischem Wachstum führen. Somit kann schöpferische Kraft wirksam werden.

Dazu sollten HSP ihr eigenes Merkmal bewusst erkennen und würdigen, anstatt sich abzulehnen und zu pathologisieren. Wenn sie zu ihrer Wesensidentität stehen, können sie ihre individuell besonderen Fähigkeiten weiterentwickeln und zur Verfügung stellen. Auf diesem Weg gibt es hilfreiche Strategien, die sich individuelle und kollektive unbewussten Quellen sowie Strömungen z. B. der kognitiven Theorien und der positiven Psychologie nutzbar machen, ergänzt durch achtsamkeitsbasierte und meditative Elemente. HSP können zu einer veränderten Weltsicht beitragen, die von ausschließlicher Profitorientierung unter Raubbau an Mensch, Tier und Umwelt Abstand nimmt, an die Stelle des Egoismus das Gemeinwohl bzw. Wir-Gefühl setzt und das Individuum als einen Teil eines großen verbundenen Ganzen begreift. Statt Erleiden wird gemeinsames Handeln möglich.

Unser 5. Hochsensibilitäts-Symposium der Akademie Heiligenfeld wollen wir als Erfahrungsraum gestalten, um die Erkenntnisse und Erfahrungen der letzten Jahre zu vertiefen und neue Impulse in verschiedenen Themenfeldern für Ärzt*innen, Therapeut*innen und Interessierte zu geben.

Dr. Hans-Peter Selmaier
Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld

Ablauf:
V= Vortrag; W = Workshop

Freitag, 02.09.2022
09:00 Uhr Ausgabe der Tagungsunterlagen

10:30 Uhr
Begrüßung
Referent: Dr. Hans-Peter Selmaier

V1: „Hochsensibilität und psychische Gesundheit“
Referent: Tom Falkenstein

11:45 Uhr Kaffeepause

12:00 Uhr 
V2: „Hochsensibilität in der ambulanten Psychotherapie – Aspekte aus der Praxis
Referentin: Dr. Anja Flender

13:00 Uhr Mittagspause

14:30 Uhr Workshopvorstellung

15:00 Uhr
W1: „Zusammenhänge: Spiritualität - Trauma – Hochsensibilität?“
Referentin: Hakima Gote

W2: „Lebenskunst ist hochsensibel“
Referentin: Kerstin Hamme-Hategekimana

W3: „Entwicklungskrisen meistern - jugendliche HSP und das Abenteuer des Erwachsenwerdens“
Referentin: Merle Haverkamp

W4: „Trauma & Hochsensibilität – Die heilsame Kraft der inneren Bilder
Referentin: Anne Weiß

W5: „Heilkraft Natur“
Referentin: Corinna Schumm

16:15 Uhr Kaffeepause
16:45 Uhr Workshops (75 Minuten, siehe WS 15:00 - 16:15 Uhr)
19:30 Uhr Konzert Band "Herzraum"
21:00 Uhr Ende


Samstag, 03.09.2022
08:30 Uhr Meditation
Referent: Dr. Hans-Peter Selmaier

09:15 Uhr
V3: „Hochsensibilität und Kommunikation“
Referent: Dr. Hans-Peter Selmaier

V4: „Durch innere und äussere Krisen zur persönlichen Entfaltung kommen“
Referentin: Brigitte Küster

11:00 Uhr Kaffeepause

11:15 Uhr Workshopvorstellung

11:45 Uhr       
W6: „Hochsensibilität und Kommunikation"
Referent: Dr. Hans-Peter Selmaier

W7: „Die Heilkraft des Malens"
Referent: Christian Horras
                                
W8: „Resilienz und Hochsensibilität“
Referentin: Brigitte Küster

W9: „TaKeTiNa als Ressource"
Referentin: Grazyna Bzik

W10: „Außergewöhnlich normal: Hochbegabt, hochsensitiv, hochsensibel“
Referentin: Anne Heintze

13:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Workshops (siehe 11:45 – 13:00 Uhr)
15:30 Uhr Abschlussritual
Referent: Dr. Hans-Peter Selmaier

Fortbildungspunkte:
Es wurden 19 Fortbildungspunkte von der Bayerischen Landesärztekammer genehmigt.

Ausschreibungstexte:
Vortrag 1: Der Vortrag setzt sich mit dem Thema „Hochsensibilität und psychische Gesundheit“ auseinander und beleuchtet dabei welche Rolle Sensibilität bei der Entstehung, aber auch bei der therapeutischen Behandlung, von psychopathologischen Symptomen hat. Unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse, vermittelt der Vortrag einen Überblick, warum Hochsensibilität hier eine relevante Rolle spielt und zeigt Möglichkeiten und Chancen der Behandlung auf. 

Vortrag 2: Hochsensibilität als grundlegende Veranlagung kann ein wichtiger Aspekt bei der Entstehung von psychischen Beschwerden sein. Dabei liegt oft ein komplexes Wechselspiel zwischen der Veranlagung, biographischen Erfahrungen, der daraus entstandenen eigenen Haltung und dem aktuellen Umgang mit sich vor. Diese Zusammenhänge nachzuvollziehen, kann Klient*innen entscheidend dabei helfen, ihre individuelle gesunde Balance zu finden. Dann können sich die Stärken der Hochsensibilität entfalten.

Vortrag 3:Es geht um Beziehung und Kommunikation im Leben von HSP im Wechselspiel mit ihrer Umgebung. Fokussiert wird dabei zunächst die Art der Bindung, anschließend den Verlauf der Symbioselösung, Individuation und Identitätsentwicklung. Wie können HSP dabei auf sich und ihr Umfeld positiven Einfluss nehmen, Anerkennung und Liebe finden? Hervorgehoben wird die Bedeutung des Dialoges in allen Beziehungen, aber auch für die eigene Resilienz. Hilfreich ist auf jeden Fall die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg.

Vortrag 4: Durch innere und äussere Krisen zur persönlichen Entfaltung kommen Hochsensible Menschen sind Krisen gewohnt. Täglich erleben sie starke Schwankungen im emotionalen, kognitiven und körperlichen Bereich. Dass gerade durch diese Erfahrungen eine grosse Stärke und Widerstandskraft entsteht, ist vielen Hochsensiblen nicht bewusst. Vielfach spiegeln sich in den äusseren Krisen wie Naturkatastrophen oder Pandemien auch innere Spannungsfelder wider. Dies zu erkennen und in das eigene Leben zu integrieren, stellt eine Möglichkeit des persönlichen Wachstums dar. 

Workshop 1: Hochsensible und traumatisierte Menschen nehmen Vorgänge in der Außenwelt oft verstärkt wahr, um abzuscannen, ob sie sicher sind. Dieses verstärkte Wahrnehmen der Außenwelt kann zur belastenden Gewohnheit werden. Es benötigt geistige Übung und Willenskraft dieses zu ändern. Hilfreich sind die Gehmeditationen von Samuel Lewis aus der Sufitradition, insbesondere der Mond- und Sonnengang. Sie können einen kurzen Impulsvortrag sowie Übungen zum Thema erleben.

Workshop 2: In diesem Workshop geht es darum, wie wir unsere innewohnende Lebendigkeit und unser Spürbewusstsein stärken und sie als Kräfte der Resilienz nutzen können, die sowohl unser eigenes Leben nähren, als auch in Beziehungen und gesellschaftlich erfahrbar werden. Angesichts der vielschichtigen Krisen unseres Lebens ist dies umso existentieller und zukunftsweisend und HSP haben besondere Qualitäten den gesellschaftlichen Wandel seelenverbunden und ganzheitlich zu gestalten. Wir werden Übungen kennenlernen und gemeinsam erfahren, was heilsam und für uns zukunftsweisend ist, sowohl als Vision, als auch sehr praktisch und konkret. 

Workshop 3: Welche Besonderheiten gibt es bei hochsensiblen Jugendlichen in der Adoleszenz ? Was ist in Beratung und Therapie hilfreich zu beachten? Was sind Stolpersteine auf dem Weg - für sie selbst, aber auch für Eltern und Begleiter? Welche Schätze bringen hochsensible Jugendliche mit und wie kann man sie erschließen? Wir gehen gemeinsam auf Entdeckungsreise rund um diese Fragen - praktisch und aus Erfahrungswissen. Grundwissen zu Adoleszenz im Allgemeinen wird nicht vorausgesetzt bzw. ist nicht Thema des Workshops.

Workshop 4:Traumatische Erfahrungen beinhalten für hochsensible und hochempathische Menschen oft noch eine Fülle mehr Facetten und persönliche Herausforderungen. Schamanische Reisen, Heilrituale und die Arbeit mit inneren Bildern ermöglichen den direkten Kontakt zu unserem Unterbewusstsein und inneren Welten und bringen auf diese Weise heilsame und klärende Entwicklungs- und Heilungsprozesse in Bewegung ohne explizit nochmals in alte Traumen und verbundene Trigger einzutauchen.

Workshop 5: Gerade in Zeiten großer Veränderungen wird unser Anpassungsvermögen enorm beansprucht. Umso wichtiger ist es, einen sicheren Ort in sich selbst zu gestalten. In diesem Workshop erleben Sie, wie wir die Natur als Heil- und Ruheraum für uns selbst nutzen können. Eine Verbindung mit der Natur kann helfen, uns auf uns selbst zu konzentrieren und dabei geistige und körperliche Ruhe einkehren zu lassen. Wir schaffen Raum für Besinnung und lassen Klarheit und Kreativität entstehen. 

Workshop 6: Wie gestalten sich Beziehungsmuster und Kommunikation bei HSP unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Aspekte dieses Merkmals? Welchen Einfluss haben diesbezüglich Introversion und Extraversion bzw. Mischtypen?  Betrachtet werden dabei gerade die drei Lebensaufgaben nach Alfred Adler „Arbeit, Liebe und Gemeinschaft“. Das Wechselspiel von HSP und Nicht-HSP in Partnerschaften wird verdeutlicht. Wie kann nun der zwischenmenschliche Dialog gefördert werden und wie kann „Gewaltfreie Kommunikation“ helfen?

Workshop 7: Hochsensible Menschen sind oft sehr empfänglich für kreative Methoden, die mit feinstofflichen Energien arbeiten, und profitieren daher besonders von deren positiven Effekten. In diesem Workshop erfahren Sie, wie das spontane Malen – frei von jedem Leistungsanspruch – eine Quelle der Resilienz, Inspiration und Selbstheilung sein kann. Sie lernen, unangenehme Gefühle und Verhaltensreaktionen visuell sichtbar zu machen und sie anschließend zu ihrem eigenen Wohl zu regulieren.  Danach gestalten Sie noch ein Bild, das Ihnen Kraft für den Alltag schenkt.

Workshop 8: Oberflächlich betrachtet, scheinen Hochsensible im Alltag über wenig Resilienz zu verfügen – es wird ihnen schnell alles zu viel und sie brauchen viel Regenerationszeit. Das Hochsensible aber dennoch über eine gute Resilienz verfügen können und welche Voraussetzungen dafür benötigt werden, zeigt dieser Workshop auf. Sie lernen, Ihre eigene Resilienz einzuschätzen und bekommen Impuse, wie Sie Ihre Widerstandskraft stärken können. 

Workshop 9: Rhythmus ist universell, fundamental, und spricht jeden Menschen an, weil Menschen von Natur aus rhythmische Wesen sind. TaKeTiNa ist eine rhythmische Körperarbeit, die der menschlichen Entwicklung und in der Therapie dem Heilungsprozess dient. Indem Menschen sich ganzkörperlich mit Rhythmus beschäftigen, sind sie in sich mit einem Bereich verbunden, der weit über alle im Rahmen der eigenen Biographie gemachten Erfahrungen hinausgeht. Gleichzeitig spüren sie, dass die Art und Weise, wie sie mit Rhythmus umgehen, stark geprägt ist von ihren bisherigen Lebenserfahrungen. In diesem Workshop lernen Sie TaKeTiNa am eigenen Leib kennen.

Workshop 10: Alles außer gewöhnlich. Hochsensible und hochsensitive Menschen sind vielfühlende Empathen und verfügen über intra- und Interpersonelle Intelligenz. Darüber hinaus oft erbringen intellektuelle Höchstleistungen (kognitive Intelligenz) und erfassen Zusammenhänge schneller als alle anderen. Dennoch bleiben sie oft weit unter ihren Möglichkeiten. Viele Hochsensible und Hochsensitive verfügen über enorme Fähigkeiten, leiden aber oft an ihrer Besonderheit. Wie kann das Leid geheilt werden?

Zielgruppe:
Ärzt*innen, Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Menschen in therapeutischen Berufen sowie Interessierte, hochsensible Personen.

Wichtig:
Sollte das Symposium aufgrund der Corona-Beschränkungen nur mit eingeschränkter Teilnehmer*innenzahl durchführbahr sein, behalten wir uns vor die Teilnehmer*innen nach einem Losverfahren auszuwählen. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Preis:
235 € Kurs + 53 € Tagungspauschale = 298,00 EUR.


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Seminarleitung:

Foto Dr. Hans-Peter Selmaier

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Referenten:

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Veranstaltungsort
Heiligenfeld GmbH - Akademie Heiligenfeld

Kategorien

  • KONGRESS, SYMPOSIEN
  • Symposien

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