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    Alltagsfreude in zehn Tagen Um uns erwacht die Natur mit voller Kraft und Lebendigkeit zeigt sich. Gleichzeitig berichten die Medien von Krankheit, Tod, Krise und Not. Angst und Sorgen machen sich breit, Freude und Sorglosigkeit weicht. Können wir in dieser Zeit, die immer komplexer und unsicherer wird, Lebensfreude bewahren? Können wir in der jetzigen Zeit Begeisterung, schöpferische Tatkraft und Dynamik entwickeln? Können wir uns bewusst machen, was wahre und dauerhafte Freude ist, die der Schönheit des Lebens entspringt? Können wir unsere Freude als beständige Begeisterung für das Leben, als eigene Kraft entdecken, die uns wahrhaftig sein lässt und Bindung ermöglicht? Ja, mit einigen Übungen möchten wir Sie Tag für Tag wieder näher an Ihre Fröhlichkeit, Vitalität, Glückseligkeit bringen. Tag 1: Was ist Lebensfreude? Sie sind im Alltag unterwegs und begegnen verschiedenen Menschen. Einige nehmen Sie gar nicht wahr, andere strahlen von innen heraus und lassen Sie an ihrem Glück teilhaben.  Nehmen Sie nun ein Blatt Papier und schreiben Sie das Wort Lebens-Freude mit verschiedenen farbigen Buntstiften in die Mitte. Lassen Sie nun bunte Strahlen nach außen gehen. Schreiben Sie nun folgende Begriffe auf: Fröhlichkeit, Vitalität, Flexibilität, Dynamik, Begeisterung, Ausgelassenheit, Lachen, Jubel, Wonne, Strahlen, Entspannung, Leichtigkeit, Freiheit, Glückseligkeit, Offenheit, Tanz, Gelassenheit, Hingabe, Zufriedenheit, Dankbarkeit, Sicherheit, Entzücken, Musik, Rausch, Sinnhaftigkeit, Entzücken, Heiterkeit, Freude, Verbundenheit, Sonne, Genuss, Natürlichkeit, Ehrlichkeit, Wärme, Intensität, Schönheit, Liebe, Lebenselan, Heiterkeit, Kreativität, Freundschaft, Kraft, Ausdauer. Markieren Sie nun die Begriffe farbig. Lassen Sie nun das vor Ihnen liegende bunte Bild der Lebensfreude auf sich wirken. Lesen Sie die Begriffe einzeln vor und spüren Sie den Worten und den damit verbundenen Erfahrungen nach, lassen Sie die Energie wirken und sich mit ihnen verbinden. Das heißt, fühlen Sie sich fröhlich, vital, flexibel, frei…. Tag 2: Für sich sorgen Jeder junge Baum braucht Zeit, um zu wachsen. Er braucht aber hierzu auch Wasser, Sonne und eine gute Grundlage, die Erde. Um widerstandsfähig zu werden, gilt es eine Positivität zu entwickeln und diese dauerhaft zu verankern, unabhängig von der Lebenssituation. In diesem Zusammenhang wird oft der Begriff „Resilienz“ genannt. Wie kann das gelingen? Positivität beginnt im Inneren, sorgen Sie für sich selbst. Das würde dann bedeuten, trauen Sie sich, Sie selbst und wahrhaftig zu sein. Es bedeutet aber auch, die eigene Einzigartigkeit und Außergewöhnlichkeit zu leben. Genießen und staunen, sich annehmen und lieben, zu geben und zu nehmen, sich weniger um Besitz und mehr um Beziehungen zu kümmern. Malen Sie eine große Torte auf ein Blatt Papier und unterteilen Sie diese in acht Kuchenstücke. Schreiben Sie in jedes Teil eine Situation, die Ihre Lebensfreude hat aufkommen lassen. Betrachten Sie die Tortenstücke und genießen Sie nun Ihre Torte langsam, Stück für Stück. Überlegen Sie nun: Was kommt von mir? Was kommt von außen? Was kommt sowohl von innen als auch von außen? Nehmen Sie nun eine zweite Torte und schreiben auf, was Ihre Lebensfreude dämpft. Auch hier überlegen Sie, was kommt von innen, was kommt von außen? Stellen Sie sich aber nun zusätzlich die Frage: Habe ich Einfluss auf das, was von außen kommt und meine Lebensfreude einschränkt? Daran schließt sich nun ein schwieriger Teil an. Überlegen Sie nun, was sie dagegen tun können, kommen Sie ins Handeln. Zum Beispiel: Ich reagiere sehr emotional und fühle mich durch meinen Vorgesetzten gekränkt. Hier könnte eine von vielen Handlungen sein: Ich informiere mich über emotionale Intelligenz und Kränkung und wie man solche Gemütsverfassungen in den Griff bekommt. Tag 3: Der glückselige Körper Wie sieht ein Tag voller Glück und Lebensfreude für Sie aus? Wie würde dieser ablaufen, was würde er beinhalten, wem würden Sie begegnen? Was würden Sie tun? Schauen Sie dabei auf das, was Sie sind und tun/fühlen, oder auf das, was Sie konsumieren und besitzen? Entscheiden Sie sich glücklich zu sein, Sie haben es verdient. Um vital den Tag zu beginnen, sollten Sie ihren Körper und Geist fit halten.  Ihr Körper braucht neben  Bewegung, Nahrung und Pflege auch  Pausen und Besinnung für seine Entwicklung.   Hinterfragen Sie: Verschaffe ich meinem Körper regelmäßig Bewegung? Nehme ich mir die Ruhe, auf meinen Körper zu hören? Was will er mir sagen? Kann ich zur Ruhe kommen? Wie entspanne ich? Pflege ich meinen Körper und meine Seele? Biete ich meinem Körper gesunde Ernährung? Ernähre ich mich ausgewogen? Gönne ich mir ausreichend Zeit für einen erholsamen Schlaf? Genieße ich? Schenke ich meinem Körper Genuss? Ein glückseliger Tag heißt, die Grundlage für Glück zu schaffen und Körper und Geist pfleglich zu behandeln. Betreiben Sie keine Intensivkultur im Anbau ihrer Lebensfreude. Beuten Sie sich nicht wie im Ackerbau durch Monokultur, intensive Bewirtschaftung, ständige Steigerung von Ertrag durch das Hinzufügen von Düngemittel und Giften aus. Ein vitaler Körper ermöglicht einen glückseligen Tag. Tag 4: Gedanken werden Wirklichkeit Jeder Mensch denkt und wird von seinen Überzeugungen bestimmt. Somit schaffen unsere Gedanken und Überzeugungen unsere Wirklichkeit. Sie sind der Anfang unserer Taten, die wiederum zur Wirklichkeit werden und somit die Überzeugungen verstärken. Denke ich negativ über mich, können andere Menschen mich auch nicht positiv wahrnehmen. Es geschieht, was ich ausstrahle. Nennen Sie eine Ihrer negativen Überzeugungen und schreiben Sie diese auf. Überlegen Sie nun, welche Auswirkung dieser Gedanke, an dem Sie schon lange festhalten, auf ihr Leben hat. Zum Beispiel: „Andere haben mehr zu sagen als ich.“ Da ich glaube, dass andere wertvoller sind, werde ich nicht wagen das Wort zu ergreifen und meine Meinung kund zu tun. Ich drücke mich, mich zu zeigen. Werde mir nicht die Bühne nehmen und nehme es mir gleichzeitig übel, dass ich und meine Meinung nicht beachtet wird. Das, was mich lähmt, kränkt mich und verstärkt das Gefühl, nicht wahrgenommen zu werden, und nichts zu sagen zu haben. Meine Überzeugung wird verstärkt. Tag 5: Mein charismatisches Wesen Hier könnte auch mein spirituelles Wesen stehen, denn Charisma stammt aus den Griechischen und bedeutet so viel wie „Gnadengabe, ein Geschenk der Götter“. Menschen mit Charisma können uns in ihren Bann ziehen. ... Im Grunde genommen ist jeder von uns von Geburt an ein Unikat, ein einzigartiger und somit charismatischer Mensch mit besonderer Ausstrahlung. Dieses Göttliche in uns, kann zum Strahlen kommen, wenn das Denken zur Ruhe kommt und unsere Gefühle angenommen und ggf. transformiert sind. Wie sagte Eckhart Tolle: „Was uns froh macht, ist das Erwachen in unserer wahren Natur“.  Jeder von uns beherbergt in sich einen stillen Beobachter, der Zeuge ist von dem, was in uns vorgeht. Dank dieses Beobachters können wir unsere Gefühle wahrnehmen und uns bewusst machen. Durch Achtsamkeit kommen wir vom Tun zum Sein. Die achtsame Präsenz fördert ein bewussteres Leben und hiervon hängt unsere Lebensfreude ab. Der Atem ist dabei eine Brücke zwischen Körper und Seele. Nehmen Sie nun an dieser Atemübung teil. Link: https://blog.heiligenfeld.de/inspiration-10-fuehre-eine-atemuebung-durch/ Tag 6: Opfer gibt es nicht Viele Menschen verstehen sich als Opfer der Umstände und nehmen eine Opferhaltung ein. Das heißt, andere sind schuld an ihrem Leid. Dem ist nicht so, aber jeder war schon einmal in diesem Gemütszustand. Es ist oftmals der Schmerz und die Erschöpfung, aber auch eigene Erfahrungen, die uns zum Opfer machen. Aus dieser defensiven Haltung gilt es, in die mit Freiheit verbundene schöpferische Kraft zu kommen. Denn jeder Mensch ist der Gestalter seines eigenen Lebens und seiner Lebensfreude. Reflektieren Sie Ihr Leben. Wann war ich in einer Lebenssituation, in der ich mich als Opfer von anderen oder der Lebensumstände gesehen habe? Wann habe ich anderen Schuld an meinem Leid gegeben? Was hilft in solchen Situationen?
    • Annehmen was ist
    • Negative Menschen fern halten
    • Selbst nicht jammern und nörgeln
    • Zeit mit Menschen verbringen, die positiv denken und gut tun
    • Aufenthalt und Bewegung in der Natur
    • Achten Sie auf Ihren Medienkonsum, gestalten Sie bewusst die Nachrichtenaufnahme
    Fangen Sie gleich an und geben Sie Humor und Lachen einen festen Platz in Ihrem Leben. Stellen Sie sich vor den Spiegel und grinsen Sie sich an. Das heißt, ziehen Sie eins bis zwei Minuten die Mundwinkel nach hinten. Fällt Ihnen das schwer, dann können Sie wie von Vera F. Birkenbihl empfohlen auf einen Stift beißen und die Mundwinkel nach hinten ziehen. Wer viel lacht, hat mehr Freude im Leben. Lachen ist ansteckend.  Tag 7: Dankbarkeit empfinden Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. Dankbarkeit lenkt den Blick zurück und schenkt uns Zufriedenheit. Vieles sehen wir als selbstverständlich, was es aber nicht ist, wie zum Beispiel Gesundheit, Freunde, ein Job, eine warme Wohnung. Es ist der Blick auf das Gute im Leben, auf die Fülle. Dankbarkeit kann man lernen, denn man kann für alles dankbar sein. Wie kann man das Gefühl der Dankbarkeit für sich weitere entwickeln und sichtbar machen? Hier einige Tipps für die sofortige Anwendung:
    • Tragen Sie in einem Kalender oder Tagebuch ein, was Sie heute glücklich gemacht hat und für was Sie dankbar sind
    • Gestalten Sie ein Fotoalbum mit schönen Momenten, ob Familie, Freunde, Urlaub, aber auch Materielles. Alles ist erlaubt
    • Legen Sie in Ihrer Wohnung motivierende Zitate aus, die für ein positives Lebensgefühl stehen
    • Erstellen Sie eine Liste mit Aktivitäten und Events, die Sie planen. Tragen Sie auch Treffen mit Freunden und Familie ein. Lassen Sie Ihre Träume wahr werden und kultivieren Sie Ihre Vorfreude.
    Tag 8: Lebensfreude säen und pflegen Positive Erlebnisse lassen Freude aufkommen. Das heißt, nicht allein das Ereignis ist ausschlaggebend für die Lebensfreude, sondern die positive Bewertung. Wie können wir zu positiven Ereignissen beitragen? Säen und pflegen Sie positive Ereignisse:
    • Begegnen Sie Menschen wahrhaftig und präsent, schenken Sie Ihnen diesen Augenblick
    • Schenken Sie anderen Menschen ein Lächeln
    • Sprechen Sie Anerkennung aus, loben Sie
    • Nehmen Sie die Schönheit der Natur wahr und machen Sie andere darauf aufmerksam
    • Sprechen Sie über gute Nachrichten und nicht über Krankheit, Sorgen etc
    • Seien Sie zärtlich in ihren Worten und Taten
    • Gehen Sie offen und neugierig durch die Welt, lernen Sie andere Menschen kennen
    • Hören Sie Musik, tanzen Sie und laden Sie andere Menschen hierzu ein
    • Beschäftigen Sie sich mit einem Hobby, in dem Sie aufgehen
    • Erinnern Sie sich an schöne Ereignisse und machen Sie den anderen darauf aufmerksam
    • Helfen Sie anderen, gerade wenn er/sie eine selbstlose gute Tat vollbringen mag
    • Probieren Sie etwas Neues aus
    Tag 9: Liebe leben – Leben lieben Lieben ist die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Sie ist ein innerer Zustand, die mehr von der Person abhängt, die sie gibt, als von der Person, die sie empfängt. Ist Liebe in uns verankert, äußert sie sich impulsiv, spontan, intuitiv, natürlich. Handlungen der Liebe sind ein freies erwartungsfreies Geben. Das kann das Sich-selbst-hingeben, aber auch das Schenken von Zeit oder Besitz sein. Liebe bedeutet aber auch alles Lebendige zu schützen, das heißt jedes Lebewesen und die Natur. Lieben heißt das Schöne wahrzunehmen, zu verstärken und zu feiern. Lieben heißt aber auch, sein eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Durchleben Sie nun noch einmal einen Augenblick der Liebe. Spüren Sie die liebende Zuwendung, das hingebungsvolle Fallenlassen. Fühlen Sie die Wärme und Dankbarkeit in jeder Zelle Ihres Körpers. Nun übertragen Sie diese Liebe (heimlich) auf die Menschen in Ihrer Umgebung. Praktizieren Sie dies regelmäßig, gerne auch im Freien, und projizieren Sie Ihre Liebe auch auf fremde Menschen. Sie werden sehen, Ihre Liebe verstärkt sich mit der Zeit. Tag 10: Beziehungen gestalten Bindungen werden uns meist erst dann bewusst, wenn wir auf sie verzichten müssen oder sie durch Trennung oder Tod verloren gehen. Deutlich werden Bindungen beim Abschied oder beim Wiedersehen. Schauen Sie einmal das Willkommen von wartenden Angehörigen am Flughafen an oder beobachten Sie einmal am Bahngleis den Abschied von Menschen. Herzlichkeit wird spürbar, Leben wird sichtbar. Leben Sie jeden Moment in Ihren Beziehungen so, als ob es die letzte Begegnung sein wird. Schätzen Sie Ihre Beziehungen, sie sind kostbar, sie sind heilig. Eine Übung zum Schluss: Listen Sie nun Ihre Freunde und Bekannten auf, die Ihnen wertvoll sind. Überlegen Sie nun, wer ist hier mein Freund, wer ist mein Bekannter? Wer ist mir mehr nah, wer mir mehr fern? Wieviel Zeit Sie mit ihnen verbracht haben, wie intensiv der Kontakt ist und was Sie tun können, um die Bindung wieder zu stärken. Überlegen Sie dann nicht weiter, sondern tun Sie es. Jetzt. Autorin: Anita SchmittDie Corona-Krise stellt die Weiterbildungsbranche gerade vor eine große Herausforderung. Wie wird zukünftig das Lernen aussehen? Welche Kompetenzen werden wie vermittelt? Die Krise zeigte, wie schnell sich Arbeitsform und Arbeitsmittel ändern können. Homeoffice, Videokonferenzen, Webinare und Onlinekongresse sind nun alltäglich. Die Digitalisierung hat Einzug gehalten. Zusammen mit der Individualisierung heißt es nun Interessierten spezifischere, kürzere Bildungsangebote im Baukastensystem zu bieten. In der beruflichen Weiterbildung ist das nicht einfach. Zertifizierte Angebote lassen in der Gestaltung wenig Spielraum für Individualität und Digitalisierung und auf die Berücksichtigung der Bedürfnisse und der Vorlieben des Lernenden. Umso wichtiger ist es, die eigenen Lernmuster zu kennen und für den Lernerfolg zu nutzen. Eigene Lernmuster natürlich nachhaltig nutzen Effizienz hat beim Lernen Priorität eins. Informationen werden nach Relevanz, Nutzen und Zweck sortiert, bearbeitet und gespeichert. Ist am Anfang das „warum“ klar und können Gründe für das Lernen genannt werden, so ist die Motivation für das Lernen gegeben. Gründe für das Lernen sind berufliches Fortkommen mit einem dafür notwendigen Abschluss, persönliche Erfolge in zum Beispiel der Kommunikation und Verhandlungsführung oder die Notwendigkeit des Wissens, um Schaden zu verhindern. Lernen kann Freude bereiten, wenn das Wissen interessant und überraschend ist. Je spielerischer und praxisnaher das Wissen vermittelt wird, desto leichter fällt es Neues auszuprobieren und dran zu bleiben, wenn es ein wenig kniffliger wird. Neu erworbenes Wissen sollte dabei möglichst schnell in die Praxis umgesetzt werden, da das menschliche Gehirn nicht auf das Speichern von Massen an Informationen ausgelegt ist. Wird dagegen neues Wissen direkt mit praktischer Erfahrung verknüpft, wird aus Theorie dann Erfahrung. Eine gute Lernumgebung unterstützt die Wissensaufnahme. Je nach Lerntyp kann dies in der Gruppe, online oder im Einzelunterricht stattfinden. Offenheit und Neugierde fördern das Lernen, dagegen Angst, Druck und Stress hemmen den Lernerfolg. Beim Lernen ist die Zielvorgabe von Bedeutung. Ist der Unterrichtsstoff und die Art der Wissensvermittlung und die Prüfungssituation bekannt, fällt es uns Menschen leichter, zielgerichtet und motiviert zu lernen. Nur wer sich anstrengt, behält auch das Wissen. Deshalb ist der handlungsorientierte Unterricht sinnvoll. Lösungen selbst zu erarbeiten, sich aktiv mit anderen über ein Thema auszutauschen, fördert das Lernen. Wird dann das Wissen noch präsentiert und ein individuelles Feedback ohne Bewertung oder besser gesagt Abwertung gegeben, erfolgt der Lernerfolg. Wer berufsbegleitend lernt, sollte sich somit den Zweck des Lernens klar machen, selbst Lerninhalte erarbeiten und somit sich anstrengen statt zu konsumieren, Fehler machen und sich Feedback einholen, seinen eigenen Lerntyp und Lernstil kennen und seine eigene Lernstruktur erarbeiten und neues Wissen in der Praxis direkt anwenden und damit verankern. Ist das nicht der Fall, wird Neues schlichtweg vergessen und der Transfer findet nicht statt. Autorin: Anita SchmittWer sich kreativ beschäftigt, tut etwa für seine Gesundheit, zeigt eine umfassende Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ja, kreative Beschäftigung ist Gesundheitsvorsorge. Gerade jetzt, wenn viele Menschen durch Ausgangsbeschränkung viel Zeit zu Hause und oftmals alleine verbringen, kann kreative Beschäftigung Gesundheitsvorsorge für Körper, Geist und Seele sein. Laut der Studie (What ist the evidence of the role of the arts in improving health and well-beeing?) schützen künstlerische oder kreative Beschäftigung vor Erkrankungen. Dabei wurde auch der passive Genuss betrachtet und nicht nur die aktive Teilhabe. Folgende kreative Beschäftigungen wurden wissenschaftlich betrachtet:
    • Darstellende Künste wie musizieren, tanzen, singen, schauspielern
    • passive Kulturerlebnisse wie Museen, Kunstausstellungen und Galerien besuchen, ins Konzert oder das Theater gehen
    • Visuelle Künste wie basten, handwerken, malen, fotografieren oder Arbeiten mit Materialien wie Textil
    • Literatur wie lesen, schreiben oder auch vorgelesen bekommen
    • digitale Künste wie Design und Animationen
    Kreative Beschäftigung wirken durch die Einbeziehung der Vorstellungskraft, Einbeziehen aller Sinne, dem Entstehen von Emotionen und der kognitiven Stimulation. Je nach Art der künstlerischen Tätigkeit fördert sie zudem durch die soziale Interaktion und körperlicher Aktivität die Gesundheit. Kreative Beschäftigung hat somit auf verschiedene Bereiche Auswirkungen:
    • Psychologisch, z. B. gesteigerte Selbstwirksamkeit, Bewältigung und Regulierung von Emotionen
    • Physiologisch, z. B. geringere Stresshormonreaktion, verbesserte Immunfunktion und höherer kardioväskulärer Reaktivität
    • Sozial, z. B. Verringerung der Beweglichkeit und Isolation und Verbesserung des sozialen Verhaltens
    • Verhalten, z. B. durch Übernahme gesünderer Verhaltensweisen oder Kompetenzentwicklung
    Die Studie basiert auf eine Vielzahl von Studien und untersuchte unterschiedliche Methoden. Das Ergebnis war, dass kreative Beschäftigung sich positive auf die körperliche und geistige Gesundheit auswirkt. Es wurde sowohl die Prävention und Förderung der Gesundheit betrachtet als auch die Therapie bzw. Behandlung von Krankheiten. So unterstützt zum Beispiel kreative Beschäftigung die Entwicklung des Kindes oder gesundheitsförderliches Verhalten. Krankheiten werden vorgebeugt. Eindeutig bewiesen ist, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen durch kreative Beschäftigung Heilung erfahren oder ältere Menschen in ihrer letzten Lebensphase Freude und Dankbarkeit erfahren. Kreative Beschäftigung für zu Hause Anita Schmitt, Leiterin der Akademie Heiligenfeld, hat auf ihrem Blog einige Tipps für Sie. Unter dem Titel „Was tun, wenn nichts zu tun ist“  gibt sie ein zehn Tipps vom Schreiben, Beobachten, Basteln, etc. Zudem gibt Sie auf Ihrer Internetseite Anleitung für: Wollten Sie schon immer einmal wissen, was Pouring ist? Auch das erfahren Sie dort. Probieren Sie sich aus , bleiben Sie kreativ und lebensfroh.Chance für hochsensible Menschen Zurzeit gehen wir Menschen durch einen Verwandlungsprozess. Dies zeigt sich durch die vielen ehrenamtliche Helfer und in Angesicht von Freiheitsbeschränkung und Bedrohung vor Lebensfreude singenden Italiener. Durch die sich täglich veränderten Informationen und Maßnahmen der Behörden, sowie den Meinungen und Veröffentlichungen in den Medien fühlen sich die Menschen verunsichert. Die radikalen Veränderungen der bekannten Alltagsabläufe, dem Entzug der sozialen Kontakte und dem Ich-in-der Welt-Sein-dürfen führen zu einer tiefen Erschütterung. Wir alle gehen durch einen Schockzustand, was bei dem einen zu einer Erstarrung oder zur Angst, oder aber zu einer aktiven bewussten Haltung zu gestalten und das Beste darauf zu machen, führt. Was uns im Außen Halt gegeben hat, wie zum Beispiel die Arbeit, Hobbys und Freunde, verändert sich und der innere Halt kommt ins Schwanken. Auf sich selbst gestellt, kommen die Fragen auf: Was mache ich jetzt? Was mache ich mit mir? Im Alltag war nicht die Zeit an sich zu denken, die eigenen Bedürfnisse und Ängste zu erforschen und nachzugehen, den Sehnsüchten zu folgen. Was ist wirklich wichtig für mich? ist die Frage, die zum „Aufwachen“ beiträgt. Wie möchte ich mein Leben nun zukünftig gestalten? Es ist nun an der Zeit, die Art wie wir die Welt (neu) erleben zu hinterfragen, zu überdenken und auch neu zu erfinden. Es kann sein, dass wir als Menschheit an einer Abzweigung des Weges stehen: Gehen wir weiter in die Richtung der eigenen Interessen oder beschreiten wir den Weg des globalen Mensch-seins im Einklang mit einer gesunden Erde? Es ist ein Prozess, der Zeit braucht und lohnt sich bewusst zu machen. Zwischen den Partiellen alten Struktur-Verlusten und des sich neu Erfindens ist erst einmal ein „nicht wissendes Land“, in denen die Menschen tastend und vorsichtig den Erkenntnissen und Erfahrungen nähern, bis Licht am Ende des Tunnels erscheint und den Weg weist und Strukturen neu entstehen können. Für hochsensible Menschen ist die Krise mit Reizüberflutung verbunden. Der Verlust der Sicherheit, der Kontrolle und der Selbstbestimmung, kann existentielle Ängste hervorbringen und zu einem Gefühl des verloren seins, Macht- und Hilflosigkeit führen. Bei einigen hochsensiblen Menschen, werden zudem Kindheitsgefühle der Andersartigkeit, Trennung und fehlender Zugehörigkeit dadurch aktiviert. Sich darüber bewusst zu werden und den Kontakt zu sich und den anderen Menschen zu fühlen, führt zu der Rückbindung an sich selbst, an die eigene Kraft und Klarheit.   Präsenzübung „Hand aufs Herz“ Legen Sie ihre Hand aufs Herz und spüren Sie für 1 bis 3 Minuten die Kontaktfläche zwischen der Hand und Ihren Brustkorb.  Nehmen Sie die Körperempfindungen wahr: vielleicht Wärme oder Kälte, oder ein leichter Druck, oder Vibrationen etc.. Wenn Gedanken oder Gefühle, oder Geräusche von außen in Ihre Aufmerksamkeit vordringen, nehmen Sie das auch wahr und kommen Sie mit Ihre Aufmerksamkeit zurück zu den Körperempfindungen - es geht hier um das Spüren. „Wer inne hält, erhält inneren Halt“ sagte vor mehr als zweitausend Jahren Laotse.   Bleiben Sie verbunden Die Verbindung in der Gemeinschaft - schon der virtuelle Kontakt kann sehr hilfreich sein -, das Geben und Annehmen von Hilfe, die Menschlichkeit zu spüren, schmelzt die Erstarrung und verringert die Ängste. Im Kontakt spüren wir, dass wir nicht allein sind, jeder gibt Halt und bekommt Halt. Das ist genau das, was hochsensible Menschen können: Sie fühlen was die anderen fühlen, sie geben was gebraucht wird, sie können blitzschnell Lösungen für ungewöhnlichen Problemen finden. Gerade hochsensible Menschen können einen wertvollen Beitrag zu mehr Menschlichkeit, zurück zu einem Wir leisten. Es kann ein bereicherndes „zurück zu Wir “ sein. Zurück zu mehr Zeit für Beziehungen mit anderen Menschen, zu bewusstem Leben mit einer guten Balance zwischen Ich und Wir und zur Natur. Es sind die inneren Kräfte, die jeder in sich trägt und die uns geholfen haben, Naturkatastrophen, Kriege und Pandemien zu überleben und uns weiter zu entwickeln. Ja, wir bezahlen einen hohen Preis für unseren nächsten Entwicklungsschritt und genau jetzt haben wir die Chance als der Phoenix-Vogel aus der eigenen Asche in unsere neue Form geboren zu werden. Dr. Cristina Pohribneac. 20.03.2020In der jetzigen Phase der Krise, erleben wir einen Verlust der äußeren Sicherheit. Unsere Alltagsabläufe gaben uns Struktur und Effizienz. Gerade hochsensible Menschen sind davon besonders betroffen. Jeden Tag empfinden sie  eine subtile existentielle Bedrohung, die Gefühle von Unsicherheit, Ängste, Hilflosigkeit, und Ohnmacht auslösen. Diese Situation reaktiviert unbewusst frühere Krisen, oder traumatische Situationen, die von ähnlichen Gefühlen begleitet waren. Die Angst produziert eine Bewusstseinseinengung und Unklarheit, und verursacht inneres Chaos. Die alten Überlebensverhaltensmuster sind aktiv und dadurch basieren die Reaktionen auf das, was früher erlebt wurde. Um dies zu verändern, brauchen Menschen den  Wechsel von der Bewusstseinsverengung in ein offeneres Bewusstsein, aus dem „Gestern“ in das „Hier und Jetzt„. Dafür sind die Achtsamkeitsübungen sehr hilfreich. Hier sind ein 10 Tipps und Übungen die in Krisensituationen helfen: 1.Die Situation so annehmen wie sie ist und das Beste daraus machen. Das bedeutet objektiv, was ist zu akzeptieren, nach Lösungen zu suchen und aktiv Hilfe anzunehme Übungen:
    • Die Gefühle die sich zeigen, annehmen: Erlauben Sie sich, dass ihre Gefühle eine Berechtigung haben, obwohl Sie vielleicht gerne dagegen kämpfen würden. Meistens bekommen Sie dadurch die Möglichkeit, die Gefühle zu steuern und gut zu dosieren. Ein Bild hierzu: Stellen Sie sich vor,  das Sie auf einem Berg sitzen und die Gefühle im Tal wie ein großer Fels ist. Sie können sich nun entscheiden,  kurz in das Tal zu gehen, den äußersten Rand des Felsens zu fühlen und dann wieder auf dem Gipfel kommen und die Gefühle zu beobachten, oder die Aufmerksamkeit in andere Richtung zu fokussieren.
    • Wenn Gedanken oder Gefühle, welche die Vergangenheit oder die Zukunft betreffen, kommen, dann machen Sie sich dies bewusst und beobachten Sie diese mit Abstand, lassen Sie diese Gedanken und Gefühle los und kommen Sie in das Hier und Jetzt.
    • Wenn Sie auf eine Leiter steigen, reicht es immer die nächste Stufe im Blick zu haben und die ganze Aufmerksamkeit dorthin zu fokussieren. Zu viele Gefühle können überwältigend wirken. Es reicht, wenn Sie nur ab und zu die ganze Leiter anschauen.
    2.Im Hier und Jetzt zu sein. Um im Hier und Jetzt zu sein,  hilft es unsere Aufmerksamkeit für eins bis drei Minuten von unseren Gedanken oder Gefühlen zu unserem Körper oder Sinneswahrnehmungen zu lenke. Übungen:
    • Legen Sie bewusst eine Hand auf der Mitte des Brustkorbs und spüren Sie die Kontaktfläche zwischen Hand und Brustkorb für eins bis zwei Minuten. Was nehmen Sie wahr? Vielleicht ein Gefühl von Wärme, Kälte, Druck, Vibration oder ihre Kleidung unter ihrer Hand? Wenn die Aufmerksamkeit zu anderen Wahrnehmungen springt, wie zum Beispiel zu unseren Gedanken, unseren Gefühlen oder Geräusche von außen, dann sanft immer wieder die Aufmerksamkeit zu den Körperempfindungen bringen.
    • Nehmen Sie die Kontaktfläche von dem Stuhl, auf dem Sie sitzen wahr, spüren Sie die Füße auf dem Boden.
    • Spüren Sie die Atembewegungen in Ihrem Brustkorb, wie sich ihre Bauchdecke hebt und senkt.
    • Nun können Sie das Einatmen und Ausatmen von unten nach oben in drei bis sechs Schritten üben: Erst einmal in den Bauch, dann Brustkorb einatmen. Zählen Sie dabei von eins bis sechs. Die Zahlen können variiert werden, das Ausatmen ist immer doppelt so lang wie das Einatmen.
    • Wenn Sie Kaffee trinken, dann richten Sie bewusst für eine Minute die Sinneswahrnehmungen, die damit verbunden sind dorthin: Wie schmeckt die Kaffee, wie es riecht er, spüren Sie die Wärme in dem Bauch.
    • Symbolisch für all unseren Tätigkeiten ein weitere Übung: Schneiden Sie bewusst das Brot, spüren Sie die Oberfläche des Brotes in der Hand, hören Sie das Geräusch beim Schneiden…
    • Öffnen Sie das Fenster, nehmen Sie Ihre Umgebung mit allen Sinnen wahr.
    • Konzentrieren Sie sich auf eine Sache, zum Beispiel hören Sie ein Musikstück und machen Sie sonst nichts.
    • Führen Sie ein Gespräch in völliger Präsenz. Hören Sie aufmerksam zu, bleiben Sie bei ihrem Gegenüber, verlieren Sie sich nicht in Gedanken.
    Machen Sie sich kleine Erinnerungen, um die Übungen in den Alltag mit einzubinden. Das könnte ein akustisches Signal auf dem Handy sein, ein Zettel am Bildschirm ihres PCs. 3.Tages-/Wochen-struktur Strukturieren Sie ihre Aufgaben, die Sie erledigen müssen und schreiben Sie diese auf.  Es gibt ein Gefühl von Ordnung, Orientierung und Halt. 4.Ordnung Bringen Sie Ordnung in Ihre  Schublade, Schrank, Ordner, etc. machen: wenn wir Ordnung im außen machen, ordnen wir uns innerlich gleichzeitig. 5.Den Kontakt mit alarmierenden Infos reduzieren Schauen Sie sich Nachrichten nur einmal am Tag an, vermeiden Sie Katastrophenszenen und suchen Sie Kanäle mit Wissen, statt Meinungen. Gönnen Sie sich Pausen von den Medien und schauen Sie lieber Naturdokumentationen und Komödien, statt Dramas, Krimis und Horrorfilme. 6.Beginnen Sie den Tag mit etwas Schönem. Morgens nach dem Aufwachen, können Sie zum Beispiel eine schöne Musik hören, oder sehen Sie sich ein Foto aus dem letzten Urlaub an. Auch Fotos von Freunden, aus der Natur oder ein Visionsboard könnte ihre Gedanken auf das Positive richten. 7.Kontakt mit Menschen Eine Gemeinschaft, die Unterstützung und Verständnis zeigt, schafft Angst in Hoffnung zu verwandeln. Ein realistisches und positives Team findet leichter kreative Lösungen für Probleme. Falls sie bei der Arbeit Kontakt mit pessimistischen Kollegen haben müssen, erlauben sie sich, im Gespräch sich klar zu positionieren und objektive Ansichten einzubringen. Bleiben Sie bei sich. 8.Dankbarkeitstagesbuch Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit am Abend vor dem Schlafen auf das, wofür Sie dankbar sind: Freunde, Familie, Hilfe, schöne Situationen….schreiben Sie das auf und lesen Sie darin. 9.Selbstmitgefühl Wenn es Ihnen schlecht geht, dann legen Sie in einem Raum, wo Sie ungestört sind,  5 Minuten eine Hand aufs Herz uns spüren Sie den Kontakt zwischen Hand und Brustkorb. Schließen Sie Ihre Augen und sagen Sie: „Es ist ein schwieriger Moment für mich, ich erkenne das an. ich fühle mich angestrengt, ich habe Angst, etc.… Ich bin nicht allein mit meinem Leiden, auch anderen Menschen leiden jetzt in der Welt.“ Fühlen Sie einen Moment, was das bedeutet und fragen Sie sich: Was würde mir jetzt mein bester Freund/Freundin sagen? Vielleicht kommt ein Satz wie: „Es tut mir leid, dass du Angst hast, ich weiß, dass es schwer ist. Ich bin für dich da, wir stehen das zusammen durch.“ Wir halten unser Gefühl in unseren Atemfluß, wie in einer Schaukel, die zwischen ein- und ausatmen pendelt. Formulieren Sie ihre eigenen Worte … Am Ende vielleicht sagen Sie sich: „Möge ich mir selbst das Mitgefühl geben, das ich brauche. Möge ich mit mir zufrieden sein. Möge ich sicher und geborgen sein. Möge ich in Frieden sein. Möge ich stark sein. Mögen wir alle gesund und geborgen sein. Mögen wir alle stark und solidarisch sein. Mögen wir alle die Angst in Hoffnung verwandeln…“ 10.Selbstfürsorge Wenn Sie ihre Ressourcen kultivieren und die Tätigkeiten, die Kraft und Freude geben, regelmäßig pflegen, haben Sie mehr Widerstandskraft. Treffen Sie bewusst die Entscheidung, dass Sie sich wichtig sind und dass Sie gut für sich sorgen. Auch da gilt das Prinzip der Gemeinschaft: Zusammen können wir alles leichter machen.

    Cristina Pohribneac 22.03.2020